Teutoburger-Wald

by Uwe Wittbrock


Hermannsdenkmal

 und ganz viele Geschichten un Abenteuer

Hintergrund44

Hintergrund45

Hintergrund46

Bei knackig kalten Winterwetter starten wir am Parkplatz  Friedrichstal in Detmold zu einer Winterwanderung durch den tief verschneiten Teutoburgerwald. Der Schnee knirscht unter den Wanderschuhen, der Februar will nicht weichen. Mühsam kämpfen wir uns hinauf zum Hermann, wärmende Sonnenstahlen durchfluten die kahlen Baumkronen, die Natur verharrt in der Winterstarre. Eine weiße Idylle, ganz wie aus dem Bilderbuch.

Als die Römer frech wurden

Das „Hermannsdenkmal“  Wahrzeichen der Region Lippe, erinnert an den „Cheruskerfürsten Arminius“. Unter seiner Führung schlugen  die Germanen um 9 n. Chr. den röm- ischen „Statthalter Varus“ in der „Varusschlacht“ vernich- tend. Darüber, wo genau die Schlacht stattfand, streiten sich die Geschichtsforscher. Am wahrscheinlichsten aber gilt das am nördlichen Rand von Wiehengebirge gelegene “Kalk- riese”. Hier kriegten die sieggewohnten Römer von den Barbaren eins auf die Mütze. Dieses Ereignis verhinderte das die Römer in die rechtsrheinischen Gebiete bis zur Elbe eindringen konnten. In einen Lied von „Viktor von Scheffel“ werden die Römer dafür verspottet. “

 

Als die Römer frech geworden, zogen sie nach Deutschlands Norden...".

   

 

Ein wenig kämpfen müssen wir bei dieser Wanderung auch. Nicht gegen Römer, sondern gegen den inneren Schweine- hund, denn das Denkmal steht auf den 386 m hohen Teutberg. Entschädigt, für unsere Mühen, werden wir mit einen grandiosen  Panoramablick bis ins Sauerland und zum Wesergebirge. Der “Osning”, wie der Teutoburger Wald vor 1616 genannt wurde, wurde von den Geografen und Historiker Philipp Clüver umbenannt. Als Vorlage dienten die Schriften des römischen Schriftstellers Tacitus. Nach dessen Aufzeichnungen lag der Ort der Varusschlacht im Teuto- burgerwald. Er bezeichnete das Gebiet als “Teutoburgiensis saltus”.

Rätselhafte Ringwallanlagen

Zurück geht es auf den „archäologischen Wanderweg“. Info tafeln informieren uns über zwei Ringwallanlage aus der Eisen

 

zeit. Das Teutbergplateau der “Große Hünenring” war wie ge schaffen für eine Siedlung und deren Verteidigung. Reste des Walls und eine Rekonstruktion vermitteln einen guten Eindruck von der Mächtigkeit dieser Anlage. Alle anderen Erinnerungen hat der Bau des Hermannsdenkmal und die Natur wieder vergehen lassen. Weiter unten am Berghang treffen wir auf den „Kleinen Hünenring“.

Die feine Gesellschaft gibt prunkvolle Party´s

 

Entlang der „Berlebecke“ wandern wir Richtung Innenstadt  und erreichen an dem Gasthaus „Obernmühle“ den  „Fried richstal Kanal“. Geschaffen wurde er vom „Detmolder Sonnenkönig“, den lippischen Grafen Friedrich Adolf,  Anfang des 18 Jahrhunderts. Der Kanal verband das Residenzschloß mit dem außerhalb der Stadtmauern und nicht mehr existierenden barocken Sommerwasserschlosses. Der Kanal diente ausschließlich dazu die feierfreudige, feine Gesellschaft mit Gondeln zu den berauschenden Prachtfesten des Grafen zu schaffen. Später wurden die Gondelfahrten aus kosten- gründen eingestellt. Auf der rechten Seite des Kanals entstand die „Neustadt“. Prachtvolle  Häuser, die von höheren Hofbeamten mit ihren Familien bewohnt wurden. Links der repräsentative Witwensitz (Favorite), der von Friedrich Adolfs für seine zweite Gattin „Amalie von Solms“ errichtet wurde. Nach Umbauten im 19 Jahrhundert wurde das  schmucke Gebäude „Neues Palais“ genannt, heute beherbergt es die Musikhochschule. 

Erhalten ist auch der zauberhafte „Palaisgarten“. Ein  historischer, englischer Landschaftspark mit uralten Baum- bestand, sehr schönen Brunnenanlagen und beeindruckenden Kaskaden, den wir zum Schluß der Wanderung durch- wandern.

Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Wer noch genügend Zeit und Kraft hat, sollte das „westfälisches Freilichtmuseum“ besuchen. Einen halben Tag sollte man sich allerdings Zeit nehmen, denn es gibt viel zu entdecken. Das Museum ist mit 90 ha Fläche und mehr als 120 historisch vollständig eingerichteten Gebäuden das größte in Deutschland.

 

 

Kurzbeschreibung:

Auf  dieser 11 km langen Tour erkunden wir einen der rätselhaftesten und faszinierendsten Kriegsschauplätze in der deutschen Geschichte. Germanen und Römer lieferten sich in der sogenannten Varusschlacht einen erbitterten Kampf. Zur Erinnerung an diese Schlacht wurde das Hermannsdenkmal oder Arminiusdenkmal, wie es eigenlich heißen müßte, zwischen 1838 -1875 erbaut. Damals vermutete man den Ort der Schlacht noch im Teutoburger Wald, heutige Wissenschaftler favorisieren die Region um Kalkriese bei Osnabrück.

Ausgangspunkt:

Detmold: Parkplatz Friedrichstal in Detmold

Weglänge:

11 Km

Gehzeit:

3-4 Stunden

Steigungen:

360 Höhenmeter

Gastronomie:

Am Herrmann, Obermühle, in Detmold

Tourbeschreibung:

Tourbeschreibung/ Karte als PDF                Tourenkarte bei Googel Maps angezeigen.

Haftungsausschluß:

Der Gebrauch dieser Infomaterialien geschieht auf eigenes Risiko und eigene Gefahr. Jeder ist eigenveranwort- lich. Für die Richtigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr. Haftungsansprüche sind ausgeschlossen.

 

PS: Es würde mich freuen wenn Du auch ein Fan meiner Facebook-Fanseite wirst.”

 

 

Alle Bildpräsentationen/Texte sind Original-Fotografien/Texte von Uwe Wittbrock und urheberrechtlich geschützt. Fotos dieser Seite dürfen gegen Nennung der Quelle unentgeltlich genutzt werden. Die Webadresse www.geheimnisvolle-Pfade.de. muß direkt unter dem Foto erscheinen. Selbstverständlich können auch alle Fotos in hoher Qualität  erworben werden.

[Home] [Die Höhlen von Kohlstädt] [Die Externsteine] [Silberbachtal Velmerstot] [Hohenstein im Süntel] [Burgberg Stadtwasser] [Tönsbeg Oerlinghausen] [Portawestfalica] [Extertaler Wasserfälle] [Hermannsdenkmal] [Furlbachtal] [Schaumburg Paschenburg] [Langenfelder Wasserfall] [Zwerg  Anton Tour] [GPS System] [Impressum] [Virtuelle Galerie] [Video`s]